Die Rolle von Vitamin D3 bei Atemwegsinfekten und Covid-19-Infektionen

Aktuelle Studienergebnisse

Neueste Studien legen nahe, dass Vitamin D3 das Risiko von Infektionen der Atemwege verringern und zu einer Verbesserung der Outcomes bei Covid-19 führen kann.

Wir haben auf dieser Seite den aktuellen Wissensstand (November 2020) zusammengefasst. 

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Vitamin D3 und bronchiale Infekte

  • Diese Metaanalyse von 25 randomisierten und kontrollierten Studien zeigte aufgrund von Vitamin-D3-Supplementierung eine signifikante Reduktion des Risikos, an einer akuten respiratorischen Infektion zu erkranken.
  • Der positive Effekt war um so ausgeprägter, je stärker der Vitamin-D3-Mangel zu Beginn war (unter 25 nmol/L).
  • Vitamin D3 reduziert auch signifikant das Risiko für schwere Astmaattacken (Adrian R Martineau, Vitamin D for the management of asthma, Cochrane Database of Systematic Reviews, 2019)

Je weiter links das Ergebnis der einzelnen Studien liegt, desto geringer ist das Risiko eines bronchialen Infekts gemessen an 1 (mindestens ein Infekt, adjusted odds ratio 0.88, 95% confidence interval 0.81 to 0.96, P=0.003; P for heterogeneity <0.001)

Vitamin D3 spielt eine essentielle Rolle im Immunsystem

Hypothesen-generierend

  • Vitamin D3 interagiert mit Makrophagen, B- und T-Lymphozyten, Neutrophilen und dendritischen Zellen, welche den Vitamin D3 Rezeptor (VDR) exprimieren. Cathelicidin, ein Peptid, welches durch Vitamin D3 induziert wird, wirkt antimikrobiell und auch auf umhüllte Viren (wie z.B. Covid-19) 1) 2)
  • Gleichzeitig hat Vitamin D3 eine immunmodulierende Wirkung, weil es die Produktion proinflammatorischer Cytokine hemmt und die Produktion von antiinflammatorischen Cytokinen verstärkt 1)

1) Hans K. Biesalski, Vitamin D deficiency and co-morbidities in COVID-19 patients – A fatal relationship? NFS Journal 20 (2020) 10–21

2) Chaeuk Chung et al., Vitamin D-Cathelicidin Axis: at the Crossroads between Protective Immunity and Pathological Inflammation during Infection, Immune Netw. 2020 Apr; 20(2): e12.

Vitamin D3, kardiovaskuläre Erkrankungen & Covid-19

Hypothesen-generierend

  • Angiotensin II und ACE2 spielen innerhalb des Renin-Angiotensin-Systems eine wichtige Rolle bei der Entgleisung des Immunsystems beim postulierten „Cytokine-storm“ bei schweren Covid-19 Fällen.1)
  • Studien belegen den Anstieg von Plasma-Renin und höhere Angiotensin II Konzentrationen aufgrund niedriger Vitamin D3 Spiegel. 2) 3)

1) Hans K. Biesalski, Vitamin D deficiency and co-morbidities in COVID-19 patients – A fatal relationship? NFS Journal 20 (2020) 10–21.

2) Andreas Tomaschitz, Independent association between 1,25-dihydroxyvitamin D, 25-hydroxyvitamin D and the renin–angiotensin system: The Ludwigshafen Risk and Cardiovascular Health (LURIC) study, Clinica Chimica Acta, Volume 411, Issues 17–18, 6 September 2010, Pages 1354-1360.

3) Anand Vaidya et al, 25-Hydroxyvitamin D is associated with plasma renin activity and the pressor response to dietary sodium intake in Caucasians, Journal of the Renin-AngiotensinAldosterone System 12(3) 311–319, 2011.

Übergewicht (Obesity) und Vitamin D3

Hypothesen-generierend

  • Zahlreiche Studien belegen, dass stark übergewichtige Menschen einen signifikant niedrigeren Vitamin-D3-Serumspiegel haben.1) Dies hängt auch mit der Verteilung des lipophilen Vitamins in der Körperfettmasse zusammen.2)
  • Generell haben Übergewichtige einen 2-3-fach erhöhten Bedarf an Vitamin D3 im Vergleich mit Normalgewichtigen.3)
  • Die erforderliche Vitamin-D-Dosis steigt kontinuierlich mit dem Körpergewicht an:

Zittermann et al, Vitamin D supplementation, body weight and human serum 25-hydroxyvitamin D response: a systematic review
Eur J Nutr (2014) 53:367–374 373

1) E. Hyppönen, B. Boucher, Adiposity, vitamin D requirements, and clinical implications for obesity-related metabolic abnormalities, Nutrition ReviewsVR Vol. 76(9):678–692, 2018

2) Pannu PK, Zhao Y, Soares MJ. Reductions in body weight and percent fat mass increase the vitamin D status of obese subjects: a systematic review and metaregression analysis. Nutr Res. 2016;36:201–213.

3) Ekwaru JP, Zwicker JD, Holick MF, et al. The importance of body weight for the dose response relationship of oral vitamin D supplementation and serum 25- hydroxyvitamin D in healthy volunteers. PLoS One. 2014;9:e111265. doi:10.1371/ journal.pone.0111265

Studie bei hospitalisierten Covid-19-PatientInnen,
Standardtherapie vs. Standardtherapie + Vitamin D3 1)

Prospektiv · randomisiert · doppelblind

  • Die 2 zu 1 randomisierten Patientengruppen (n=50 und n=26) erhielten die Standardtherapie des Krankenhauses bei Covid-19-Infektion mit und ohne zusätzlicher Gabe von Vitamin D3.

  • Ergebnis: Von den 50 Patienten mit Vitamin-D3-Gabe musste nur einer auf die Intensivstation verlegt werden, von den 26 Patienten ohne Vitamin-D3-Therapie ca. die Hälfte.

Eine große Phase III Studie (COVIDIOL) ist zur Bestätigung der Ergebnisse in Spanien in Planung.

1) Entrenas Castillo M, Entrenas Costa LM, Vaquero Barrios JM, et al. “Effect of calcifediol treatment and best available therapy versus best available therapy on intensive care unit admission and mortality among patients hospitalized for COVID-19: A pilot randomized clinical study”. J Steroid Biochem Mol Biol. 2020;203:105751. doi:10.1016/j.jsbmb.2020.105751

ROKIVIT D3 – medizinisches Rationale zur Substitution

Einfache Einnahme – hohe Compliance

  • Die Dosis einer ROKIVIT-D3-Kapsel ist 28.000 I.E.

Die Dosis von ROKIVIT D3 wurde gemäß der Empfehlung der European Food Safety Authority (EFSA) gewählt:

  • Die empfohlene obere Grenze für die Dosierung von Vitamin D für Erwachsene und Kinder ab 11 Jahren ist 4.000 I.E. pro Tag, laut European Food Safety Authority (EFSA), sowie US Richtlinien.1) 2) 3)
  • Dies entspricht einem Serumspiegel von 100 μg/ml (1μg entspricht 40 I.E).
  • Für Kinder zwischen ein und zehn Jahren liegt die obere Grenze bei 2.000 I.E. täglich.
  • Bei Kindern unter einem Jahr werden 1.000 I.E. am Tag empfohlen.

Da eine Kapsel ROKIVIT D3 28.000 I.E. (= 7 x 4.000 I.E) enthält und nur einmal pro Woche genommen werden muss, unterstützt dies die Compliance der PatientInnen.

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1) EFSA Journal 2012;10(7):2813; EFSA Journal Volume14, Issue10, 2016

2) IOM Guidelines, The 2011 Report on Dietary Reference Intakes for Calcium and Vitamin D from the Institute of Medicine: What Clinicians Need to Know J Clin Endocrinol Metab, January 2011, 96(1):53–58 (2011).

3) Hathcock et al.: Risk assessment for vitamin D, Am J Clin Nutr 2007;85:6–18.